Das Projekt

Die Ernst Sutter AG kann nur Teile ihrer grossen Abwärmepotentiale aus den Kälteprozessen selber nutzen. Der unvermeidbare Überschuss wurde bisher an die Umwelt abgegeben. Mit der Einbindung ans Wärmenetz kann dieses Potential genutzt werden, um die Kunden der energienetz GSG AG mit Raumwärme zu versorgen. Der dafür notwendige Temperaturhub erfolgt dabei über Wärmepumpen-Heizanlagen, welche dank der hohen Quellentemperaturen von 8 bis 22°C sehr effizient betrieben werden können. Die CO2-Emissionen im Perimeter werden dadurch erheblich reduziert.

Teil des Initialclusters, der ersten Ausbauetappe des Wärmenetzes, sind die Firmen Ernst Sutter AG, Schläpfer Altmetall AG, Steinemann Technology AG, Max Bersinger AG und City-Garage AG. Langfristig sollen die meisten an den Perimeter des energienetz GSG grenzenden Wohngebiete erschlossen werden. Die Erweiterung wird aber nur realisiert, wenn die grundlegenden technischen und wirtschaftlichen Kriterien dafür erfüllt sind.

Die Initianten

Initiantin des Anergienetzes – und damit verantwortlich für das Gesamtprojekt „wärmenetz GSG“ – ist die energienetz GSG AG. Sie wurde im September 2018 für die Umsetzung und den folgenden Betrieb des Wärmenetzes gegründet.

Hinter der Unternehmung stehen die Gemeinde Gaiserwald, die Städte Gossau und St. Gallen, beide vertreten durch ihre Stadtwerke, und die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG.

Welche Vorteile bietet das Heizen mit Wärme aus dem wärmenetz GSG?

  • Energie wird lokal produziert
  • Funktioniert praktisch wartungsfrei
  • Liefert saubere Energie
  • Verfügt über eine hohe Versorgungs- und Betriebssicherheit
  • Ist unabhängig von CO2-Abgaben
  • Die Energiekosten sind langfristig kalkulierbar
  • Die Kapitalbindung ist gering

Welche Kosten entstehen beim Anschluss an das wärmenetz GSG?

Die Kosten für die Erstellung des Anschlusses an das Anergienetz sowie der Energiepreis liegt je nach Wärmebedarf und Lastprofil im Bereich von rund 16 Rappen pro kWh für die gelieferte und aufbereitete Wärme beim Kunden (Vollkostenrechnung exkl. MwSt.).

Der aktuelle Stand

Ende September 2018 wurde die Investitions- und Betreibergesellschaft energienetz GSG AG gegründet. Die Städte Gossau und St. Gallen sowie die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) halten je rund 31.6% an der energienetz GSG AG, die Gemeinde Gaiserwald rund 5.2%. Die Geschäftsführung wird durch die St.Galler Stadtwerke wahrgenommen. Die Betriebsführung der Anlagen obliegt der SAK.

Derzeit laufen die weiteren Projektierungsarbeiten auf technischer und kommerzieller Ebene. So steht die Vorbereitung der Arbeitsvergaben sowie die verbleibenden Vertragsabschlüsse mit den Kunden im Fokus der derzeitigen Tätigkeiten.

Was sind die nächsten Schritte?

Mit allen Kunden und Lieferanten im Initialcluster wurden im Vorfeld Absichtserklärungen für Energielieferverträge und Durchleitungsrechte für die Wärmeleitungen abgeschlossen. Sofern alle verbindlichen Verträge abgeschlossen und die weiteren Arbeiten wie geplant abgeschlossen werden können, ist der Spatenstich für den Initialcluster auf Ende des ersten Quartals 2019 vorgesehen. Die ersten Kunden werden voraussichtlich ab dem vierten Quartal 2019 mit umweltfreundlicher Wärme versorgt.

Folgende Meilensteine sind im weiteren Projektverlauf vorgesehen:

  • Vertragsabschlüsse mit Wärmelieferanten/-bezügern bis Ende Februar 2019
  • Ausschreibungen und Arbeitsvergaben bis Ende Februar 2019
  • Baustart ab Ende 1. Quartal 2019
  • Anbindung Ernst Sutter AG, Steinemann Technology AG und Schläpfer Altmetall AG bis Ende 3. Quartal 2019
  • Operativer Betrieb ab 4. Quartal 2019
  • Anbindung City-Garage AG und Max Bersinger AG ab 4. Quartal 2019

Nach Abschluss des Bauprojekts ist ein Ausbau in die Gebiete Winkeln Nord, Kreuzbühl und Kräzeren vorgesehen. Diese Erweiterung wird aber nur realisiert, wenn die grundlegenden technischen und wirtschaftlichen Kriterien dafür erfüllt sind. Langfristig sollen die meisten an den Perimeter des energienetz GSG grenzenden Wohngebiete erschlossen werden.